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Bitteres Aus für deutsche Basketballer

Marc Stahlmann 14. September 2015 News Keine Kommentare

Für die deutsche Basketball Nationalmannschaft ist die mit Hochspannung erwartete Heim-EM vorbei, bevor sie so richtig gestartet ist. Bereits nach der Vorrunde müssen die Mannen von Coach Fleming alle Hoffnungen auf das Achtelfinale und auf ein Ticket für die Olympischen Spiele 2016 in Rio begraben.

Vor allem die Art und Weise wie das Team um Superstar Dirk Nowitzki ausgeschieden ist, macht das Ganze besonders bitter. Die Rollenverteilung vor dem ersten Spiel am Samstag gegen Island war klar. Der Blick auf die Basketball Wetten bei bet365 haben ganz klar gezeigt, wer hier zweifellos der Favorit ist. Und Deutschland wurde dem Druck der Favoritenrolle hier auch noch gerecht. Das Spiel wurde mit 71:65 gewonnen, wobei man aber auch hier schon vor allem im letzten Drittel, in dem die Führung von 16 auf sechs Punkte schrumpfte, deutliche Defizite erkennen konnte.

(c) Danny Bollinger / flickr / License CC BY 2.0

(c) Danny Bollinger / flickr / License CC BY 2.0

Es folgten trotz einer deutlichen Leistungssteigerung vier Niederlagen, die knapper kaum hätten sein können. Gegen den amtierenden Vizeweltmeister hatte man sicherlich keinen Sieg eingeplant und doch war es sehr schmerzlich, die Sensation so knapp zu verpassen. 0,9 Sekunden vor Schluss versenkten die Serben den entscheidenden Korb zum 66:68-Endstand. Bitter, aber hier musste es heißen: „Mund abputzen, weitermachen!“

Auf diese Enttäuschung folgte aber nicht die erwartete Trotzreaktion und ein Sieg gegen die sicherlich nicht unschlagbaren Türken, sondern ein weiterer herber Rückschlag. Ein katastrophales erstes Viertel führte zu einem 11:31-Rückstand, den man bis zum Ende des Spiels nicht mehr wieder aufholen konnte. Am Ende hieß es 75:80. Der DBB hatte sich die Türkei als Vorrundengegner ausgesucht und hier wäre ein Sieg sicherlich Pflicht gewesen, um das Minimalziel Achtelfinale zu erreichen.

Gegen Italien folgte dann die knappste und wohl auch unnötigste Niederlage. Kurz vor Ende lag man mit drei Punkten vorn, zwang die Italiener dann durch ein Foul an die Freiwurflinie, wo sie dann aber beide Würfe versenkten. Im Gegenzug musste auch der bis dahin alles überragende deutsche NBA-Star und designierte Nachfolger von Dirk Nowitzki im Nationalteam Dennis Schröder an die Linie und verwandelte hier nur einen der zwei Freiwürfe, was es den Italienern wiederum ermöglichte, mit ihrem letzten Angriff auszugleichen und die Verlängerung zu erzwingen. In der Verlängerung reichte die Kraft dann nicht ganz und man verlor das Spiel mit 82:89. Innerhalb der Mannschaft fing es an zu brodeln, Dennis Schröder kritisierte die Taktik des Bundestrainers öffentlich.

Trotzdem hatte man im letzten Vorrundenspiel gegen Spanien noch die Chance, sich fürs Achtelfinale zu qualifizieren. Auch hier war das Spiel an Dramatik kaum zu überbieten. Am Ende fehlte beim 76:77 ein einziger Punkt, den Dennis Schröder kurz vorher an der Freiwurflinie liegen gelassen hatte. Die Niederlage und das damit verbundene Ausscheiden einzig und allein an diesem Fehlwurf auszumachen, wäre allerdings nicht fair und auch nicht richtig, selbst wenn Schröder im Anschluss die Verantwortung für diese Niederlage übernahm, was dem 21-Jährigen sicherlich hoch anzurechnen ist.

(c) jan fante / flickr.com / License CC BY-SA 2.0

(c) jan fante / flickr.com / License CC BY-SA 2.0

Dieses wirklich extrem bittere Ausscheiden muss jetzt erst mal von allen Beteiligten verdaut und verarbeitet werden, bevor man den Blick dann wieder nach vorne richten kann. Ob es mit oder ohne Dirk Nowitzki weitergehen wird, ließ der sichtlich niedergeschlagene Würzburger nach dem Spiel erst mal offen.

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